Aquarell eines hellen Waldwegs, gesäumt von Blättern, Steinen, Naturmaterialien, einem kleinen Zweighaus und Schalen mit Erdfarben.

Kunst und Pädagogik · 2025

Schätze der Natur

Mit Herz, Hand und Fantasie entdecken und erschaffen

Abschlussprojekt der Erzieherinnenausbildung

Das Projekt entstand nicht aus einer fertigen Bastelaufgabe, sondern aus genauer Beobachtung: Naturfunde wurden gesammelt, untersucht, verwandelt und schliesslich zu Bildern und Geschichten.

Shabnam arbeitete situationsorientiert. Ideen aus dem freien Spiel bestimmten die nächsten Schritte. So verband das Projekt Naturerfahrung, künstlerisches Gestalten, Sprache, Bewegung und gemeinsames Entscheiden.

Die Illustrationen sind eine vorläufige, anonymisierte Bildfassung. Shabnam kann sie jederzeit durch eigene Zeichnungen oder selbst nachgestellte Motive ersetzen. Kinder, Kinderwerke, Einrichtung und Arbeitgeber bleiben privat.

Der Weg durch das Projekt

Fünf Stationen. Eine Idee wächst weiter.

Die einzelnen Einheiten folgen keinem starren Stundenplan. Sie entstehen auseinander: Ein Fund wird zum Bau, eine Figur zur Geschichte und Erde schliesslich zur Farbe.

01
Illustration: Hände ordnen Zweige, Steine, Samen und Blätter auf hellem Papier.
Vorläufige Illustration · anonymisierte Bildfassung

Station 01

Vom Finden zum Sehen

  • Naturschätze sammeln und präsentieren

Der Auftakt machte aus beiläufigen Funden bewusste Schätze. Zweige, Steine, Samen und Blätter wurden betrachtet, verglichen und einander gezeigt. Nicht das schönste Objekt war entscheidend, sondern die eigene Entdeckung.

02
Illustration: Hände bauen aus Zweigen, Rinde, Moos und Steinen eine kleine Behausung.
Vorläufige Illustration · anonymisierte Bildfassung

Station 02

Bauen und entscheiden

  • Feenhäuser bauen
  • Feen aus Naturmaterialien gestalten

Aus dem Wunsch, stabile Häuser zu bauen, und der Idee, Feen zu gestalten, entstand eine gemeinsame Entscheidung. Beim Bauen wurden Material, Gleichgewicht und Halt erprobt – zugleich mussten verschiedene Vorstellungen ausgehandelt werden.

03
Illustration: Naturmaterialien werden vor einem offenen Buch zu Figuren einer Geschichte.
Vorläufige Illustration · anonymisierte Bildfassung

Station 03

Figuren werden Geschichten

  • Eine gemeinsame Feengeschichte entwickeln

Die gebauten Figuren erhielten Namen, Eigenschaften und Beziehungen. Daraus wuchs eine gemeinsame Feengeschichte. Das Projekt folgte damit einer Idee, die während des Gestaltens entstand – nicht einem vorab festgelegten Ergebnis.

04
Illustration: Hände drücken Blätter, Rinde und kleine Steine in weichen Naturton.
Vorläufige Illustration · anonymisierte Bildfassung

Station 04

Mit den Händen denken

  • Schnecken formen und Oberflächen erfahren

Beim Formen von Schnecken und ergänzenden Tonarbeiten wurden Gewicht, Widerstand und Oberfläche unmittelbar erfahrbar. Naturmaterialien dienten als Werkzeug, Abdruck und Gestaltungselement.

05
Illustration: Hände mischen Naturpigmente und malen mit Blau, Ocker, Grün und Rosa auf Papier.
Vorläufige Illustration · anonymisierte Bildfassung

Station 05

Farbe selbst gewinnen

  • Erde sammeln und vorbereiten
  • Mit selbst gewonnenen Naturfarben malen

Erde wurde gesammelt, getrocknet und als Farbe vorbereitet. Gemalt wurde mit Fingern, Pinseln, Zweigen und Blättern. Das gemeinsame Bild zeigte: Materialforschung und Bildsprache können im selben Prozess entstehen.

Pädagogische Haltung

Nicht das Ergebnis stand zuerst.

01

Beobachten

Ausgangspunkt waren wiederkehrende Interessen im freien Spiel – sammeln, bauen, formen und erzählen.

02

Mitentscheiden

Abstimmungen und spontane Impulse veränderten die Reihenfolge und machten das Projekt zu einem gemeinsamen Prozess.

03

Offen gestalten

Materialien gaben Möglichkeiten vor, aber kein fertiges Ergebnis. Unterschiedliche Wege und Werkzeuge blieben erlaubt.

Reflexion

„Natur und Kunst gehören zu meinen Leidenschaften, deshalb war es mir wichtig, mit den Kindern gemeinsam zu entdecken, zu sammeln und mit Naturmaterialien zu gestalten.“

— Aus Shabnams Jahresbericht, 2025

In ihrer Rückschau beschreibt Shabnam, dass die kreativen Naturimpulse über das Projekt hinaus weiterwirkten: Die Umgebung wurde bewusster wahrgenommen, und im freien Spiel entstanden neue eigene Ideen.